Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

für Webseiten-Erstellung, Hosting und Digitale Programme
Stand: Juni 2026

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge, die zwischen Pur Digital, Inhaber Michael Purper, Wiesbaden (nachfolgend „Auftragnehmer") und dem Auftraggeber (nachfolgend „Kunde") über die Erbringung von Leistungen im Bereich Webseiten-Erstellung, Webhosting sowie digitale Programme und Software geschlossen werden.

(2) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Auftragnehmer stimmt ihrer Geltung ausdrücklich und schriftlich zu.

(3) Diese AGB gelten sowohl gegenüber Unternehmern (§ 14 BGB) als auch gegenüber Verbrauchern (§ 13 BGB), sofern nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist.

§ 2 Vertragsschluss

(1) Alle Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend und unverbindlich, soweit sie nicht ausdrücklich als verbindlich gekennzeichnet sind.

(2) Der Vertrag kommt zustande, wenn der Auftragnehmer ein Angebot des Kunden schriftlich (per E-Mail genügt) annimmt oder die Leistungserbringung beginnt.

(3) Mündliche Nebenabreden bedürfen der Schriftform und sind nur wirksam, wenn sie vom Auftragnehmer schriftlich bestätigt werden.

§ 3 Leistungsumfang – Webseiten-Erstellung

(1) Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus dem individuellen Angebot bzw. dem Projektvertrag. Dazu gehören insbesondere:

(2) Nicht im Leistungsumfang enthalten sind – sofern nicht gesondert vereinbart:

(3) Der Kunde stellt alle erforderlichen Unterlagen, Zugangsdaten und Informationen rechtzeitig zur Verfügung. Verzögerungen durch verspätete Bereitstellung gehen nicht zu Lasten des Auftragnehmers und können zu geänderten Lieferzeiten und Mehrkosten führen.

§ 4 Leistungsumfang – Webhosting

(1) Der Auftragnehmer stellt dem Kunden Speicherplatz auf einem Webserver zur Verfügung, sofern Hosting-Leistungen vereinbart wurden. Der genaue Umfang (Speicherplatz, Bandbreite, E-Mail-Postfächer etc.) ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot.

(2) Der Auftragnehmer bemüht sich um eine Verfügbarkeit der Hosting-Infrastruktur von 99 % im Jahresmittel. Ausgenommen sind:

(3) Der Kunde ist verpflichtet, keine rechtswidrigen Inhalte auf dem Webspace zu speichern oder zu verbreiten. Bei Verstößen ist der Auftragnehmer berechtigt, den Zugang ohne vorherige Abmahnung sofort zu sperren.

(4) Hosting-Verträge laufen für den vereinbarten Zeitraum und verlängern sich automatisch um denselben Zeitraum, wenn sie nicht rechtzeitig (mindestens 4 Wochen vor Ablauf) schriftlich gekündigt werden.

§ 5 Leistungsumfang – Digitale Programme und Software

(1) Entwickelt der Auftragnehmer individuelle digitale Programme, Tools oder Software für den Kunden, so richten sich Umfang, Funktionalität und Abnahmekriterien nach dem jeweiligen Projektvertrag.

(2) Mit vollständiger Bezahlung der vereinbarten Vergütung erhält der Kunde ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an der erstellten Software für den vereinbarten Verwendungszweck.

(3) Quellcodes werden nur dann an den Kunden übergeben, wenn dies ausdrücklich schriftlich vereinbart wurde.

(4) Für digitale Standardprodukte (z. B. Plugins, Lizenzen, Tools Dritter) gelten ergänzend die Lizenzbedingungen der jeweiligen Hersteller.

§ 6 Mitwirkungspflichten des Kunden

Der Kunde ist verpflichtet, den Auftragnehmer bei der Leistungserbringung angemessen zu unterstützen. Insbesondere hat der Kunde:

Mehraufwand, der durch fehlende oder fehlerhafte Mitwirkung entsteht, wird nach tatsächlichem Aufwand gesondert in Rechnung gestellt.

§ 7 Vergütung und Zahlungsbedingungen

(1) Die Vergütung richtet sich nach dem individuellen Angebot. Pur Digital fällt derzeit unter die Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG – es wird daher keine Umsatzsteuer ausgewiesen.

(2) Für Webseiten-Erstellungen und Einmalprojekte gilt:

(3) Hosting- und laufende Serviceleistungen werden monatlich oder jährlich im Voraus in Rechnung gestellt.

(4) Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zu begleichen. Bei Zahlungsverzug ist der Auftragnehmer berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu berechnen sowie die Leistung bis zum Zahlungseingang zu unterbrechen.

(5) Aufrechnung oder Einbehalt wegen etwaiger Gegenforderungen des Kunden sind nur zulässig, wenn diese unbestritten oder rechtskräftig festgestellt sind.

§ 8 Abnahme

(1) Nach Fertigstellung der Leistung fordert der Auftragnehmer den Kunden zur Abnahme auf. Der Kunde hat die Leistung innerhalb von 10 Werktagen zu prüfen und abzunehmen oder etwaige Mängel schriftlich zu rügen.

(2) Die Abnahme gilt als erteilt, wenn der Kunde innerhalb der genannten Frist keine begründeten Mängel schriftlich mitteilt oder die Leistung produktiv in Betrieb nimmt (konkludente Abnahme).

(3) Unwesentliche Mängel berechtigen den Kunden nicht zur Verweigerung der Abnahme.

§ 9 Gewährleistung und Mängelrechte

(1) Der Auftragnehmer leistet Gewähr für die vertragsmäßige Erbringung seiner Leistungen. Bei Sachmängeln hat der Auftragnehmer das Recht zur Nacherfüllung (Nachbesserung oder Neuherstellung).

(2) Schlägt die Nacherfüllung zweimal fehl, kann der Kunde nach seiner Wahl Minderung verlangen oder vom Vertrag zurücktreten.

(3) Mängelansprüche verjähren – soweit gesetzlich zulässig – in 12 Monaten ab Abnahme.

(4) Keine Gewährleistung besteht für Mängel, die auf vom Kunden bereitgestellten Inhalten, Drittkomponenten oder unsachgemäßen Eingriffen des Kunden beruhen.

§ 10 Haftungsbeschränkung

(1) Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden.

(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Auftragnehmer nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), beschränkt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.

(3) Eine weitergehende Haftung – insbesondere für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden oder Datenverluste – ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.

(4) Der Auftragnehmer haftet nicht für Ausfälle oder Datenverluste, die durch Drittanbieter (z. B. Rechenzentren, Domain-Registrare) verursacht werden.

§ 11 Urheberrecht und Nutzungsrechte

(1) Alle im Rahmen des Auftrags erstellten Werke (Designs, Quellcodes, Konzepte) unterliegen dem Urheberrecht des Auftragnehmers.

(2) Der Kunde erhält nach vollständiger Zahlung der Vergütung ein einfaches, zeitlich und räumlich unbeschränktes Nutzungsrecht für den vereinbarten Verwendungszweck.

(3) Eine Weitergabe oder Unterlizenzierung der Nutzungsrechte an Dritte bedarf der schriftlichen Zustimmung des Auftragnehmers.

(4) Der Auftragnehmer behält das Recht, realisierte Projekte zu Referenzzwecken (Portfolio, Website) zu verwenden, sofern der Kunde nicht ausdrücklich widerspricht.

§ 12 Datenschutz

(1) Der Auftragnehmer verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden ausschließlich zur Vertragserfüllung und entsprechend der geltenden Datenschutzgesetze (DSGVO, BDSG).

(2) Soweit der Auftragnehmer im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet, wird ein separater Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO abgeschlossen.

(3) Weitere Informationen entnehmen Sie der Datenschutzerklärung.

§ 13 Vertraulichkeit

Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit erhaltenen vertraulichen Informationen – insbesondere Geschäftsgeheimnisse, technische Daten und Kundendaten – vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben. Diese Pflicht gilt auch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses fort.

§ 14 Laufzeit und Kündigung

(1) Einmalprojekte (Webseiten-Erstellung, individuelle Software) enden mit der vollständigen Erbringung und Abnahme der vereinbarten Leistung.

(2) Laufende Leistungen (Hosting, Wartungsverträge, Software-Abonnements) laufen für den vereinbarten Zeitraum und verlängern sich automatisch, sofern nicht mit einer Frist von 4 Wochen zum Laufzeitende schriftlich gekündigt wird.

(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der Kunde trotz Mahnung mit fälligen Zahlungen in Verzug ist oder gegen wesentliche Vertragspflichten verstößt.

§ 15 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Das UN-Kaufrecht (CISG) findet keine Anwendung.

(2) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist – soweit gesetzlich zulässig – Wiesbaden.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.

(4) Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Schriftformerfordernisses.

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